Berechnung der Standsicherheit des Gesamtsystems

Zusätzlich zur Beanspruchung der Wand muss die Standsicherheit des Gesamtsystems (Wand und Fundament) berechnet werden (Gleiten, Kippen und Grundbruch). Der Erddruck für die Standsicherheitsberechnung wird bis Unterkante des rechten Sporns berechnet und erfordert die Definition einer Ersatzwand. Ausgehend von Oberkante des rechten Sporns ergibt sich die Neigung der Ersatzwand aus:

Abbildung 4  Neigung Ersatzwand

Φ = Reibungswinkel

α = Neigung der Wand

δ = Wandreibungswinkel

β = Geländeneigung
 

Wenn sich aus der Geometrie ein Schnittpunkt mit der Wand ergibt, wird unterhalb dieses Schnittpunktes der Erddruck mit einem Wandreibungswinkel von φ auf die geneigte Ersatzwand berechnet. Bei Ansatz von erhöhtem aktiven Erddruck wird φ entsprechend abgemindert (z.B. ergibt sich bei einem Faktor für erhöhten Erddruck von 0,25 die Abminderung zu 0,75). Oberhalb des Schnittpunktes wird der Erddruck mit einem Wandreibungswinkel δ auf die eventuell auch geneigte Winkelstützwand berechnet. Bei erhöhtem aktiven Erddruck wird δ entsprechend den obigen Angaben abgemindert.

Bei geneigtem Gelände ergibt sich der Winkel β wie folgt:

Abbildung 5  Ermittlung des Winkels β

Mit diesen Angaben können jetzt alle für die Berechnung der Standsicherheit erforderlichen Lastgrößen bestimmt werden. Im Menüeintrag "Auswerten / Zwischenergebnisse" können Sie alle Werte abrufen. Diese Werte werden auch im Protokollausdruck ausgegeben. Damit wird die Standsicherheit (Grundbruch, Gleiten, Kippen) der Wand nachgewiesen und die Setzung der Wand berechnet.